32012Feb

Unfallversicherung: Keine Leistung bei Unfall während Schlafwandelns

Menschen, die schlafwandeln müssen manchmal mit dem einen oder anderen Risiko rechnen. Wer während dieses Zustandes einen Unfall erleidet, kann jedoch leider nicht auf Leistungen aus der privaten Unfallversicherung rechnen. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Bayreuth hervor.

In dem konkreten Fall hatte ein Mann sich im Schlaf wohl eingebildet, es sei ein Wochentag, obwohl es Sonntag war. Daraufhin war er nach eigenen Angaben schlafwandelnd auf dem Weg seine Kinder zu wecken. Dabei stürzte er jedoch und zog sich eine schwere Verletzung am Auge zu, was zu einer Einschränkung seiner Sehkraft führte. Er verlangte daraufhin von seiner privaten Unfallversicherung eine Invailiditätsleistung, was diese jedoch ablehnte.

Geistes- und Bewusstseinsstörungen seien grundsätzlich vom Schutz der Unfallversicherung ausgeschlossen. Der Mann zog vor Gericht und entgegnete dabei, dass er das Wort Schlafwandeln eher aus Unkenntnis gebraucht hatte. Als er stürzte, sei er gerade langsam wach geworden. Dies ließen am Ende jedoch auch die Richter nicht gelten. Schlafwandeln gehöre zu den Bewusstseinsstörungen. Dieser Begriff beinhalte nicht nur Bewusstlosigkeit, sondern auch eine Beeinträchtigung der Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit.