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Krankenkassen wollen Geld für Glätteunfälle von Kommunen

Dieser Winter setzt uns allen ganz schön zu. Allein die Anzahl der Glätteunfälle hat sich im Vergleich zur selben Zeit im vergangenen Jahr verdoppelt, ja mancherorts sogar verdreifacht. Und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass sich dafür alle gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben. Die Städte geben den Hausbesitzern die Schuld und umgekehrt, die Krankenhäuser reihen sich in diesen Kanon ein und nun ziehen auch noch die Krankenkassen nach.

Aufgrund der Glätteunfälle haben letztere nämlich rund 6 Millionen Mehrausgaben, die sie ausgerechnet jetzt zu Krisenzeit zusätzlich stemmen müssen. Daher planen die Krankenkassen nun sich dieses Geld von den Städten und Kommunen zu holen.

Diese sollen bei Unfällen für die Behandlungskosten aufkommen, wenn man nachweisen kann, dass sich der Unfall aufgrund von unzureichend geräumten bzw. gestreuten Stellen ereignet hat.

Die Städte und Kommunen weisen allerdings jegliche Schuld von sich, da die Arbeitskräfte einfach nicht mehr hinterher kämen und zudem das Streugut knapp sei.

Es sieht ganz so aus, als würde dieser Winter eine Flut von Klagen nach sich ziehen…

Deutschland in Schnee und Eis – Wer haftet bei Unfällen?

Momentan scheint es so, als wäre ganz Deutschland von einer einzigen Eisschicht überzogen. Überall rutschen Menschen und Autos durch die Gegend. Ja, hier in Berlin ist ein normales Gehen an vielen Stelle nahezu unmöglich. Die Krankenhäuser klagen, dass sie bei der Behandlung von Brüchen und Prellungen kaum mehr nachkommen.

Gleichzeitig fragen sich viele: Warum wurde das Eis noch nicht beseitigt? Warum hat es mit dem Räumen in diesem Winter nicht geklappt? In erster Linie liegt dies wohl daran, dass sich Stadt und Hauseigentümer gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben. An vielen Stellen ist es nicht wirklich eindeutig, wer die Räumpflicht hat. Zusätzlich sparen immer mehr Hauseigentümer und kommen daher ihrer Pflicht zu Räumen nicht nach.

Passiert vor dem Haus nun ein Unfall, muss eigentlich der Hauseigentümer dafür haften. Doch hier in Sachen Schuldfrage Beweise zu erbringen gestaltet sich oft schwer und meist ist die Rechtslage nicht eindeutig. Fragen, die in nächster Zeit wohl noch so manche Versicherungen und Gerichte beschäftigen werden…

Auch die Schneelasten auf den Dächern sollte man nicht unterschätzen. Nur rund 20% der Bundesbürger sind gegen Schneelast-Schäden versichert. Um Unfällen vorzubeugen sollte man unbedingt eine professionelle Firma mit der Beseitigung beuaftragen, spätestens dann, wenn bereits Geräusche im Dach zu hören sind.

Achtung: Selbst die Dächer räumen ist sehr gefährlich. Erleidet man hierbei einen Unfall, zahlt nur die private Unfallversicherung und die haben die wenigsten…

Wie steht es um den Versicherungsschutz bei Glätteunfällen?

Im Winter steigt die Unfallgefahr durch vereiste und verschneite Straßen rapide an. Fast 10% mehr Unfälle kann man durchschnittlich in den Wintermonaten im Vergleich zu den Sommermonaten beobachten. Doch aufgrund der meist erhöhten Vorsicht fallen diese Unfälle meist weniger schlimm aus.

Doch wie sieht es in der kalten Jahreszeit mit dem Versicherungsschutz bei selbstverschuldeten Glätteunfällen mit dem Auto aus? Verursacht man selbst den Unfall übernimmt die eigene Haftpflichtversicherung nur die Kosten für den Schaden am Wagen des Geschädigten. Für das eigene Auto ist wiederum die Kfz-Versicherung zuständig.

Doch nur stehende Wagen sind durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt. Für Unfälle im Straßenverkehr ist die Vollkaskoversicherung zuständig. Und das auch bei Glatteis und schlechtem Wetter…

Die richtigen Versicherungen für Wintersportler

Gerade nach dem Unfall mit tödlichem Ausgang zwischen dem Politiker Dieter Althaus und einer Skifahrerin ist vielen Wintersportlern ihr eigenes Unfallrisiko bewusst geworden. Zwar sind die Quoten in Sachen schwere Unfälle auf der Piste ziemlich gering, passiert aber doch einmal etwas können die Kosten schnell in die Höhe schießen, denn allein der Abtransport von der Piste geht schnell in den Bereich von mehreren Tausend Euro.

Welche Versicherungen brauche ich als passionierter Wintersportler also um nicht in die Kostenfalle zu tappen. Im Großen und Ganzen sind das auch die Versicherungen, die jeder haben sollte (besonders für nur gelegentliche Skifahrer): Krankenversicherung, Privathaftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Hierbei sollte man vor allem checken, ob diese auch im Ausland gültig sind.

Fährt man im Ausland Ski ist eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung von Nöten.

Wer viel Ski fährt, sollte über spezielle Versicherungspakete für den Wintersport nachdenken. Alle größeren deutschen Skiverbände bieten solche meist an. Sie bestehen aus einer Unfall-, Haftpflicht-, Krankheits- und Rechtsschutzversicherung speziell für den Sport und versichern häufig auch noch die Ausrüstung gegen Bruch oder Diebstahl.

Wie sinnvoll solche Pakete sind, muss jeder für sich selbst entscheiden und vor allem vergleichen, denn häufig sind entsprechende Schäden auch schon bei anderen bestehenden Versicherungen dabei.

Autoversicherung: Scheiben komplett vom Eis befreien!

Viele Menschen freuen sich momentan über diesen weißen Winter. Doch für die meisten Autofahrer ist dies ein Graus. Alleine schon das allmorgendliche Eiskratzen kann da schnell mal zur Tortur werden und so ist es durchaus verständlich, dass viele nicht die gesamte Scheibe vom Eis befreien. Doch genau das kann teuer und auch gefährlich werden!

Wer sich nur ein kleines Sichtloch in der Windschutzscheibe freilegt, läuft schnell Gefahr Fußgänger, Radfahrer oder gar andere Autos zu übersehen. Kommt es zu einem Unfall kann die Kfz-Versicherung die Vollkaskoleistung einschränken. Bis zu 5.000 Euro muss dann der Autofahrer selbst übernehmen. Hinzu kommt ein Verwarnungsgeld von 1o Euro, das übrigens auch fällig sein kann, wenn man das Eis bei laufendem Motor entfernt.

Daher es am besten gar nicht soweit kommen lassen und schon am Abend eine Folie auf die Windschutzscheibe legen. Auch eine heiße Wärmflasche hinter der Scheibe kann am nächsten Morgen die Arbeit erleichtern.


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