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News zu Pflegeversicherung


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Viele Deutsche sprechen sich für eine Pflegezusatzversicherungs-Pflicht aus

In Deutschland sind aktuell rund 2,25 Millionen Menschen ein Pflegefall. 20% haben dabei noch nicht einmal das Rentenalter erreicht. Die meisten vergessen, dass man auch in jungen Jahren zum Pflegefall werden kann. Doch egal, in welchem Alter dies einen selbst oder einen Angehörigen trifft, die Kosten für die Pflege können schnell zu einer immensen finanziellen Belastung werden, von der zeitlichen und psychischen Belastung einmal abgesehen…

Die gesetzliche Pflegeversicherung reicht hier schon lange nicht mehr aus. Sie deckt gerade einmal die Grundkosten ab. Zwischen der Versichungsleistung und dem eigentlichen Betrag klafft eine riesige Lücke, die für immer mehr Deutsche zu einem Problem wird.

Etliche Experten und Politiker haben sich daher für eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Pflegezusatzversicherung ausgesprochen. Eine aktuelle Umfrage der DEVK unter rund 1.000 Bundesbürgern hat ergeben, dass dieser Idee 40% der Deutschen zustimmen.

Über 70% der Befragten halten die Leistungen der Pflegeversicherung für „ungenügend“. Die meisten haben Angst, dass das eigene Vermögen im Pflegefall nicht ausreichen wird. Auch hier muss also dringend etwas getan werden!

Regierung plant Reform der Pflegeversicherung

Vor kurzem erst wurde nach langem Hin und Her die baldige Beitragserhöhung zu den gesetzlichen Krankenkasse beschlossen. In diesem Fall konnte man wohl kaum von einer Reform sprechen und noch immer ist diese doch zu einfach scheinende Entscheidung höchst umstritten. Nun soll es also der Pflegeversicherung in einer Reform an den Kragen gehen. Wieviel Reform darin steckt wird sich dann zeigen…

Auf jeden Fall wäre dieser Schritt absolut von Nöten, denn schon lange reicht die gesetzliche Pflegeversicherung nicht mehr aus. Wird jemand in der Familie zum Pflegefall kann dies schnell um die 2.000 Euro im Monat kosten. Die Pflegeversicherung übernimmt hier nur einen kleinen Teil, den Rest muss man selbst tragen und dies können nur die wenigsten.

Zudem werden die Deutschen immer älter und die Kranken- und Pflegekosten immer teurer, so dass die Finanzlücke bei der Pflegeversicherung mehrere hundert Millionen Euro schwer sein soll. Zwar wurden bereits 2008 die Beiträge angehoben, doch reicht dies bei weitem nicht aus. Der Pflegeversicherung scheint die Luft auszugehen.

Schwarz-Gelb plant nun mehrere Pflegestufen einzuführen, die auch psychische Ursachen berücksichtigen, was zum Beispiel für Demenzkranke ein Vorteil wäre. Außerdem soll man in Zukunft auch Teile der Beiträge für den eigenen Pflegefall ansparen können und nicht nur für die Allgemeinheit einzahlen. In diesem Zusammenhang wird über die Einführung einer Pflicht zum Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung diskutiert. Hoffen wir, dass diese Reform umfassender sein wird, denn Altersarmut und steigende Pflegekosten scheinen eines der Hauptprobleme unserer zukünftigen Gesellschaft zu werden.

Merkel: Die Reform der Pflegeversicherung wird kommen

In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass noch in dieser Legislaturperiode eine Reform der Pflegeversicherung durchgeführt werden wird. Die Regierung plane den Einstieg in eine „kapitalgedeckte Komponente“.

Dies würde also heißen, dass auch bei der Pflegeversicherung ein Zusatzbeitrag auf uns zukommen wird. Über diesen sollen die steigenden Gesundheitskosten finanziert werden. Mit solchen „sozialen Sicherungssystemen“ sei man „für dieses Jahrzehnt gerüstet“, so Merkel.

Jeder Bürger müsse sich klar machen, dass die Gesundheitskosten Jahr für Jahr steigen werden. Klar, dass dieser Plan heftig umstritten ist und die Kanzlerin hierbei auch in eigenen Reihen Unterstützung verliert. Das Thema Gesundheit ist also noch lange nicht vom Tisch und wird uns noch die gesamten nächsten Jahre beschäftigen.

AXA mit drei neuen Pflegeversicherungs-Tarifen

Eine private Pflegeversicherung wird immer wichtiger, denn nicht selten reicht die gesetzlichen Pflegeversicherung nicht aus und es muss dringend die finanzielle Lücke zwischen Pflege- und Krankenversicherung geschlossen werden.

Die AXA lockt nun die Kunden mit drei neuen Pflegeversicherungs-Tarifen, einen für jüngere, einen für die Familie und einen als Ergänzung der beiden, der auf einen bestehenden Pflegefall ausgerichtet ist.

Für jüngere bietet die AXA den sogenannten Tarif Flex. Hierbei kann jede Pflegestufe mit einem unterschiedlich hohen Pflegegeld versichert werden. Alle drei Jahre erhöht sich die Beitragsprämie um je 10%, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung, die allerdings auch am Anfang nur aus zwei Fragen besteht.

Der Familien-Tarif FamilyFit bietet an, dass man für jedes einzelne Familienmitglied die Höhe des monatlichen Pflegegelds für alle Pflegestufen individuell festlegen kann. Auch in diesem Fall ist der Pflegebedürftige von den Beitragszahlungen befreit.

Als Ergänzung zu den beiden kann man sich für den Tarif Akut entscheiden. Dieser beinhaltet dann u.a. die Vermittlung eines Heimplatzes, eine 24-Stunden-Hotline und die Kostenübernahme für verschiedene Service-Leistungen wie zum Beispiel Fahrdienste etc. in den ersten drei Monaten nach der Feststellung der Pflegebedürftigkeit bis zu 2.500 Euro.

Bei allen drei Tarifen gilt natürlich auch hier: Je jünger man die Versicherung abschließt um so weniger zahlt man auch.

Schnelltest der Stiftung Warentest: ADAC Kranken- und Pflegeschutz

Der ADAC „Kranken- und Pflegeschutz nach Unfall“ springt, wie der Name schon sagt, nach einem Unfall ein und soll die Kranken- und Pflegeversicherung mit zusätzlichen Leistungen ergänzen. So stellt der ADAC direkt nach einem Unfall dem Versicherten einen Pflegebetreuer zur Seite, der alles notwendige organisiert und sich um den Verletzten kümmert. Wird dieser schwer pflegebedürftig, erhält er ein Unfallpflegegeld.

Klingt soweit eigentlich ganz gut. Die Stiftung Warentest hat sich diesen neuen Tarif jedoch einmal genauer angesehen und kommt zu einem gar nicht so erfreulichen Ergebnis. Laut den Testern kann man sich diese Versicherung getrost sparen, vor allem weil der Beitrag mit zunehmendem Alter immer weiter steigt.

Sprich man zahlt dann mehr, wenn die Wahrscheinlichkeit auf schwerwiegende Folgen nach einem Unfall steigt. Ein 49-Jähriger zahlt für die Police nur 11,60 Euro im Monat, ein 66-Jähriger hingegen schon 36,10 Euro. Die Pflegebedürftigkeit nach einem Unfall wird zudem nur bis zum 76. Lebensjahr abgedeckt.


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