Union und FDP versuchen Einigung in Sachen Gesundheitsstreit
Während sich der Rest der schwarz-gelben Koalition auf Schloss Meseberg traf um zusammen mit Wissenschaftlern und Vertretern der Wirtschaft und der Gewerkschaften über die Zukunft unseres Landes zu debattieren, blieben alle beteiligten am bisher ausgefochtenen Gesundheitsstreit rund um Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler in Berlin und versuchten eine Einigung zu erzeilen.
Von allen Seiten wurde betont, dass Fortschritte gemacht wurden und eine Annäherung stattfand, jedoch auf konkrete Ergebnisse muss man wohl noch eine Weile warten. Allein im nächsten Jahr wartet auf die gesetzlichen Krankenkasssen ein Defizit von elf Milliarden Euro. Vier Milliarden Euro plant das Gesundheitsministerium über Einsparungen, wie die erst vor kurzem verabschiedeten Einsparungen bei den Arzneimitteln, zu schultern und die verbleibenden sieben Milliarden Euro über Änderungen auf der Einnahmeseite auszugleichen, dazu gehört u.a. auch die berühmte Kopfpauschale.
Gleichzeitig stehen inzwischen drei gesetzliche Kassen vor der Insolvenz, wie wir bereits letzte Woche berichtet haben. Der Focus sprach sogar von insgesamt 23 Kassen, die sich in finanzieller Not befinden sollen. Laut eines Sprechers des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen seien diese Zahlen jedoch bereits über ein halbes Jahr alt und somit veraltet. Diese sagten nichts über die aktuelle Situation aus. Nur hat sich die im letzten halben Jahr verbessert?


