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News zu Krankenkassen


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Stiftung Warentest nimmt Online-Service der Krankenkassen unter die Lupe

In Sachen Service im Internet haben die meisten Krankenkassen wohl noch Nachholbedarf. Dies ist jedenfalls das Ergebnis eines Tests der Stiftung Warentest, bei dem Service und Beratung im Internet von 21 Krankenkassen näher unter die Lupe genommen wurden.

Lediglich zwei der 21 Kassen wurden beim Online-Service mit der Note „gut“ ausgezeichnet. Immerhin erhielten alle anderen die Note „befriedigend“. Die Bestnote „sehr gut“ erreichte keine. Ein ziemlich mittelmäßiges Ergebnis also.

Das größte Problem läge dabei bei der Beantwortung von Anfragen per E-Mail. Viele davon würden gar nicht erst beantwortet bzw. es würde nicht näher auf das Problem eingegangen. Ein weiteres Problem sahen die Tester bei den Informationen auf der Homepage und dies beträfe alle getesteten Kassen: Ansprechpartner für Nachfragen würden meist nicht genannt. Zudem erhalte man erst auf explizite Nachfrage Informationen zu Zusatzleistungen wie beispielsweise eine Ernährungsberatung für Diabetiker.

Bis sich hier etwas ändert, raten die Tester den Versicherten sich direkt, persönlich oder telefonisch, bei wichtigen Angelegenheiten an die Kassen zu wenden.

Wer zahlt nach der Gesundheitsreform die Zusatzbeiträge der Arbeitslosen?

Die anstehende Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler bleibt weiterhin mehr als umstritten. Vor allem in der Frage, wer die vorgesehenen Zusatzbeiträge für Empfänger von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe übernimmt, sind sich die Seiten noch uneins.

Momentan ist es so, dass die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen von den Empfängern von Arbeitslosengeld I und II selbst getragen werden müssen. So sieht ein aktueller Gesetzesentwurf von Rösler momentan vor, dass nach der sogenannten Reform auch der Zusatzbetrag von staatlichen Stellen, also zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit, übernommen wird.

Doch was auf den ersten Blick gut klingt, könnte für Hartz-IV-Empfänger und Co. noch mehr Kosten bedeuten, da die Kassen in diesem Fall nur den Durchschnittsbeitrag zahlen. Liegt der Beitrag einer Krankenkasse nun über diesem Wert, muss diese Differenz der Versicherte wieder selbst übernehmen.

Mal sehen, ob sich das durchsetzen kann. Die meisten Stimmen wären dafür, dass Hartz-IV-Empfänger generell von den Zusatzbeiträgen befreit wären. Was jedoch mit den restlichen Menschen, die von Arbeitslosengeld I oder Sozialhilfe leben, geschieht, steht noch in den Sternen. So schnell ist auch hier wohl nicht mir einer Lösung zu rechnen.

Experten warnen vor Fusionen der Krankenkassen

In letzter Zeit fusionieren immer mehr Krankenkassen. Alleine in den letzten beiden Jahren ist dadurch die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von 216 auf 163 gesunken. Experten halten diesen Trend für sehr fragwürdig und sehen darin sogar eine Gefahr für das Gesundheitssystem.

Die Fusionen würden weniger aus gesundheitsökonomischen Gründen geschehen, sondern vielmehr aus reinen Wachstumsgründen. Dies bürge jedoch die Gefahr sang- und klanglos unterzugehen, wie man bereits in der Finanzkrise gesehen hat.

Den Kassen könnte also bald das gleiche Schicksal wie den Banken drohen. Durch die Fusionen wollten die Kassen lediglich erreichen im Falle einer Krise staatliche Hilfe zu bekommen. Dies sei jedoch ein völlig falscher Weg, was man bereits am Weg der Banken sehen konnte. Unser Gesundheitssystem wackelt momentan also an allen Ecken und Enden.

Immer mehr Deutsche gehen wegen psychischer Probleme in Frührente

In den letzten Jahren konnte man zunehmend beobachten, wie sich die Arbeitswelt verändert hat und damit auch die Anforderungen an den Menschen gestiegen sind. Plötzlich waren Themen wie Burn-Out oder Depressionen keine Seltenheit mehr. Und so manch einer von unseren Lesern wird es vielleicht sogar am eigenen Leib erfahren haben.

Dass dies ein ernstzunehmendes Problem ist, beweisen auch aktuelle Zahlen der Techniker Krankenkasse. Im Vergleich zum Jahr 2006 gingen alleine in Nordrhein-Westfalen 33% mehr Menschen aufgrund von psychischen Problemen in den Vorruhestand. In den anderen Bundesländern soll es ähnlich aussehen.

In ganz Deutschland sind rund 40% aller Frührenten inzwischen auf Depressionen, Neurosen oder das Burn-Out-Syndrom zurückzuführen. Dabei haben die Betroffenen ein Durchschnittsalter von 48 Jahren.

Auch die Anzahl der psychisch bedingten Krankschreibungen ist in den letzten Jahren dramatisch in die Höhe geschossen: im Vergleich zum Jahr 2000 um ganze 75%! Die Gründe dafür muss man wohl vor allem in den gestiegenen Anforderungen an den einzelnen in der Arbeitswelt suchen: immer mehr Arbeitsverhältnisse sind befristet, man muss am besten immer erreichbar sind, die Produktivität soll gleichzeitig mehr werden und gleichzeitig sinken die Löhne. Eine ernstzunehmende Entwicklung!

Gesetzliche Krankenkassen sollen dem Kartellrecht unterworfen werden

Die Diskussionen um die gesetzlichen Krankenkassen nehmen kein Ende: Nun hat das Bundeskartellamt vorgeschlagen, die gesetzlichen, wie auch bisher die privaten Krankenversicherungen, dem Kartellrecht zu unterwerfen.

Dadurch soll ein fairer Wettbewerb zwischen den Anbietern zustande kommen. Auf dem Gesundheitsmarkt müssten gleiche Chancen für alle herrschen. Das Kartellamt gab zu bedenken, dass ohne Kontrolle die Kassen ihre Nachfragemacht ausnutzen könnten. Zudem bestünde die Gefahr, dass durch die Rabattverträge mit der Arzneimittelindustrie kleinere Pharmaunternehmen, die eventuell wesentliche Neuerungen mit sich bringen, keine Chance auf dem Markt haben könnten.

Die gesetzlichen Krankenkassen sind von dieser Idee natürlich nur wenig begeistert und setzen dagegen, dass sie durch diesen Plan ihren sozialstaatlich animierten Versorgungsauftrag nicht mehr in vollem Umfang erfüllen könnten wie momentan. Mal sehen, was hier am Ende herauskommt…


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