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Defizit bei den gesetzlichen Krankenkassen – Steigen 2010 die Beiträge?

So wie es aussieht, müssen gesetzlich Versicherte sich im nächsten Jahr auf einen erhöhten Zusatzbeitrag einstellen. Circa sechs Euro soll jeder laut Expertenmeinung pro Monat mehr bezahlen.

Das Jahr 2009 endet höchstwahrscheinlich für die gesetzlichen Krankenkassen mit einem Defizit von rund 2,3 Milliarden Euro. 2010 soll dieses noch einmal auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro ansteigen, wovon der Bund aber nur 3,9 Milliarden übernimmt. Den Rest müssen dann wohl zum größten Teil die rund 70 Millionen Deutschen tragen, die gesetzlich versichert sind.

Zwar haben alle Kassen versprochen das Jahr 2010 ohne Zusatzbeitrag zu starten. Ab dem 1. Februar sieht dies dann wieder ganz anders aus. Am meisten müssen die Kunden der DAK und der Orts- und Betriebskrankenkassen zittern. Diese stehen am meisten unter Druck. Der erhöhte Zusatzbeitrag, der bis zu acht Euro hoch sein darf, gilt als wahrscheinlich. Einzig die AOK hat bisher angekündigt, das Jahr ohne erhöhte Beiträge bestreiten zu wollen.

Schon nach knapp zwei Jahren Laufzeit ist der Gesundheitsfonds praktisch am Ende. Zudem wird die Kritik am neuen Gesundheitsminister Philipp Rösler auch immer größer und die Idee der FDP von einem einheitlichen, einkommensunabhängigen Beitrag wird die Lage auch nicht verbessern…

Auch bei Sanierungsbedarf greift die Gebäudeversicherung im Schadensfall

Ist ein Objekt teilweise sanierungsbedürftig und ein Schaden durch äußere Umstände tritt ein, muss die Gebäudeversicherung auch dann zahlen. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Köln hervor.

In dem konkreten Fall ging es um das Dach einer Eigentümerin, das durch einen Sturm stark zerstört wurde. Die Gebäudeversicherung weigerte sich nun den Schaden zu bezahlen mit der Begründung, dass schon vor dem Sturm einzelne Schindeln sanierungsbedürftig waren. Die Hausbesitzerin zog vor Gericht und gewann.

Die Richter sahen in diesem Fall den Tatbestand der groben Fahrlässigkeit nicht erfüllt.

Wer sich solchen Ärger mit der Versicherung ersparen möchte, sollte ab und an seinen Vertrag kontrollieren, ob regelmäßig Sicherungsmaßnahmen, d.h. Reparaturen etc., durchgeführt werden müssen, damit der Versicherungsschutz greift.

Riester-Banksparpläne: Vergleichen ein Muss!

Der Riester-Banksparplan ist eindeutig die sicherste Form aller Riester-Varianten. Jedoch gibt es auch hier von Bank zu Bank große Unterschiede, die dann am Ende über mehr oder weniger Haben entscheiden.

Zu diesem Ergebnis kam nun die Stiftung Warentest, die über 60 Angebote von Riester-Banksparplänen miteinander verglichen hat. Auf Platz eins kam erneut (genauer gesagt schon zum dritten Mal!) die Sparkasse Günzburg-Krumbach.

Wer aber nicht zufällig gerade dort in der Nähe wohnt sollte sich vor dem Abschluss eines Riester-Banksparplans Angebote von unterschiedlichen Banken einholen um dann das beste für sich persönlich wählen zu können.

Achtung: Darauf achten wie hoch die Gebühren der Bank sind, denn bei den untersten Plätzen des Tests waren die Gebühren der Bank fast so hoch wie die Zinsen, also im Prinzip eine Nullnummer!

Wechselbereitschaft der Kfz-Versicherung in diesem Jahr geringer

Bis zum 30. November konnte man natürlich auch wieder in diesem Jahr seine Kfz-Versicherung wechseln. Doch das taten diesmal im Vergleich zu den Vorjahren viel weniger als sonst.

Die Wechselbereitschaft der Deutschen sank um ganze 25%, von 2,9 Millionen Bürger 2008 auf 2,2 Millionen. Besonders an einem Wechsel interessiert waren in diesem Jahr auch wieder die unter 30 Jährigen. Rund 60% kündigten ihre alter Versicherung um zu einer neuen zu gehen.

Vielleicht ist ein Grund dafür vor allem das sinkende Interesse an Werbung. Gaben letztes Jahr noch 56% der Wechselbereiten an, kürzlich eine Werbung für eine Kfz-Versicherung wahrgenommen zu haben, sind es jetzt gerade einmal knappe 50%.

Die andere Hälfte sagte, und das freut uns natürlich am meisten, dass sie sich in erster Linie im Internet durch Tarifvergleiche und Versicherungsrechner informierten.

Nur der persönliche Grund für einen Wechsel hat sich im Gegensatz zu den Vorjahren nicht geändert: Die meisten (85%) gehen zu einer anderen Versicherung aufgrund der hohen Beiträge in der alten. Nur 10% beschwerten sich über den einen schlechten Service.

Immer mehr kündigen die Lebensversicherung

Ja, die Finanzkrise kommt nun nach und nach auch bei den normalen Bürgern an. Den meisten ist es wichtig mehr auf ihr Geld zu achten und es nur für besondere Anlässe wie jetzt eben Weihnachten auszugeben. Logischerweise sparen die Leute mehr und setzen auch bei der Anlageform immer mehr auf Altbewährtes, bei dem sie noch das Gefühl haben es selbst kontrollieren zu können.

So geht es nun auch den Deutschen bisher liebstes Kind langsam an den Kragen: Immer mehr kündigen ihre Lebensversicherung und legen sich lieber auf dem guten alten Sparbuch ein Polster für das Alter oder plötzliche Probleme an.

Jeder vierte Versicherungsmakler hat schon jetzt unter der erhöhten Stornierungsquote zu leiden.

Doch es liegt natürlich nicht nur an der verständlichen Verunsicherung, viele können sich eine Lebensversicherung einfach nicht mehr leisten. Mal sehen, was uns auf diesem Gebiet im nächsten Jahr erwartet…


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