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Gesetzliche Unfallversicherung gilt auch für die Mittagspause

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt für Schäden bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin und wieder zurück auf. Ein aktuelles Gerichtsurteil bestätigt nun, dass dies auch für die Mittagspause gilt.

In dem Fall ging es um einen Steinmetz, der seine halbstündige Mittagspause bei einer Freundin verbringen wollte. Auf dem Weg dorthin verunglückte er aber und zog sich erhebliche Verletzungen zu. Zu allem Überfluss verweigerte ihm nun die gesetzliche Unfallversicherung auch noch die Zahlung.

Daraufhin zog der Mann vor Gericht und bekam schließlich recht. Die Richter sahen keinen Grund für die Leistungsverweigerung und betonten, dass es für den Versicherungsschutz keine Rolle spiele, ob der Arbeitnehmer nun in “selbstgewählter und angenehmer Gesellschaft” zu Mittag essen wolle oder nicht.

Stiftung Warentest: Reiserücktrittsversicherungen mit durchschnittlichem Ergebnis

Beim Buchen einer Reise stehen die meisten vor der großen Frage: Reiserücktrittsversicherung oder nicht? Und wenn ja, welche (wenn man denn eine Wahl hat)? Hierfür hat sie Stiftung Warentest 59 Einzeltarife und Jahresverträge für Reiserücktrittsversicherungen verglichen und kam zu einem soliden Ergebnis.

Keine der untersuchten Versicherungen erzielte zwar die Bestnote “sehr gut”, gleichzeitig fiel aber auch keine durch.

Die Reiserücktrittsversicherung kommt für die Kosten der bereits gebuchten Reise auf, wenn der Versicherte oder einer aus seiner Familie einen Unfall hat oder krank wird und daher die Reise gar nicht oder erst später antreten kann. Hat man keine Reiserücktrittsversicherung und muss ein paar Tage vor Reisebeginn den Urlaub absagen, zahlt man in der Regel trotzdem an die 80% der Reisekosten als Stornogebühren.

Die Stiftung Warentest rät daher Urlaubern grundsätzlich zu einer Reiserücktrittsversicherung, besonders, wenn die Fahrt sehr teuer ist. Gute Tarife ohne Selbstbehalt für eine Reise für ungefähr 1.500 Euro bekommt man schon für 50 bis 64 Euro. Testsieger ist übrigens die Aachen-Münchener. Das Schlusslicht bildet das Tochterunternehmen von Generali, Europ Assistance.

Die neuen Motorrad-Regionalklassen

Motorräder kann man jetzt auch als Kfz versichern. Und zwar können größere Motorräder, also alle, die nicht Mokicks, Mopeds oder Mofas sowie Leichtkrafträder, Roller und Kleinkrafträder sind, die neuen Regionalklassen für Motorräder nutzen. Das lohnt sich vor allem dann, wenn man selten oder nie einen Schaden oder Diebstahl gemeldet hat. Die leichteren Maschinen werden weiterhin nach Schadenfreiheitsstaffeln eingestuft. Aber auch die Halter und Fahrer der leichteren Bauarten können sparen.

Und zwar bei einem Abschluss übers Internet. Ein kostenloser Vergleich lohnt sich immer, egal, ob man ein Zweirad neu anmeldet und versichern will oder ob man den Versicherer wechselt. Was nicht jeder weiß: Bei einer Beitragserhöhung kann man ein außerordentliches Kündigungsrecht geltend machen. Dies gilt auch für den Schadensfall. Wechselt man allerdings nach einem Schadensfall, ist es besonders wichtig vor der Kündigung zu klären, ob einen die neue Versicherung auch nimmt.

Die Versicherungen haben nämlich das Recht, einen Versicherungsnehmer abzulehnen, wenn er in der Vergangenheit zu viele Schäden verursacht, aber auch ganz ohne Angabe von Gründen. Also: erst neuen Vertrag klar machen, dann kündigen.

Aber wie den besten Anbieter finden? Vergleichsportale gibt es viele. Man muss darauf achten, dass der Vergleich einigermaßen unabhängig ist. Völlig unabhängig ist keines dieser Portale, aber manche vergleichen überhaupt nicht richtig und es werden immer nur bestimmte Versicherungsanbieter als beste und günstigste Versicherer empfohlen. Denn so manche Versicherungsgesellschaft leistet sich ein eigenes „Vergleichsportal“.

Immobilien bequem online bewerten
Am besten ist es, zwei relative unabhängige Internet-Vergleichsportale parallel zu nutzen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind vor allem bei Motorrädern enorm und können bis zum doppelten oder dreifachen oder gar dem vierfachen Betrag der Versicherungsprämie ausmachen.

Es gibt auch Portale, die eine Bedarfsanalyse anbieten. Diese kostet zwar ein paar Euro, aber die Investition lohnt sich insbesondere dann, wenn man unsicher ist, welche Art von Versicherungen man braucht bzw. nicht weiß, was alles abgedeckt sein soll. Denn was nützt die günstigste Versicherung, wenn man falsch versichert ist. Wer allerdings genau weiß, was er will und braucht, online abschließt und auf umfassenden Service verzichtet, der kann bei den Direkt-Versicherern im Internet am meisten Geld sparen und so noch mehr Spaß an seinem Motorrad haben.

Tierhalterhaftpflichversicherung – Einschränkung der Versicherungsleistungen

Halter von Hunden oder noch größeren Haus- oder Nutztieren wissen, wie wichtig eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist. Sie bewahrt einen vor zu hohen Kosten, wenn durch den vierbeinigen Liebling Gegenstände oder Dritte zu Schaden kommen. Doch wie bei allen Versicherungen muss man auch hier auf besondere Ausnahmen achten, die schnell die Leistungen einschränken können.

Wer mit seinem Hund angeleint spazieren geht, macht eigentlich alles richtig, doch immer wieder sieht man Menschen, die den Hund angeleint auf dem Fahrrad neben sich hertraben lassen. Alles schön und gut, nur sollte man einen Hund in diesem Fall nicht unterschätzen. Schnell kann dieser in eine anderen Richtung ziehen und Herrchen samt Rad zu Fall bringen. Verursacht man so einen Unfall und Dritte bzw. deren Besitz wird geschädigt, stufen die meisten Versicherungen das als Leichtsinn ein und zahlen keinen Cent.

Noch sicherer gilt der Fall, wenn ein anderes Tier mit im Spiel ist. Läuft der eigene Hund auf einen Artgenossen zu und der Radfahrer stürzt, haben die Versicherungen nach einem aktuellen Urteil das Recht die Zahlungen zu verweigern. Der Radfahrer müsse mit einem solchen Verhalten des Hundes rechnen…

Die Ausbildungsversicherung

Ja, die Ausbildung der Kinder kann ganz schön teuer werden. Ob nun Studium, ein Jahr im Ausland oder die Förderung bestimmter Talente, alles kostet Geld. Und da dieses bei den meisten nicht so locker sitzt, macht es für viele junge Familien Sinn sich frühzeitig über die Finanzierung der späteren Ausbildung Gedanken zu machen. Ein Weg dorthin ist zum Beispiel das Abschließen einer Ausbildungsversicherung.

Eltern können so für ihre Kinder Geld ansparen und dieses bis zum Auszahlungstermin arbeiten lassen. Das Ganze läuft im Grunde ähnlich wie bei einer Kapitalversicherung: Ein Teil der Beiträge wird angelegt und zum vereinbarten Auszahlungstermin werden die Beiträge dann mit einer Mindestverzinsung ausgezahlt. Werden Überschüsse erwirtschaftet wird man daran beteiligt.

Der besondere Vorteil der Ausbildungsversicherung ist, verstirbt der versicherte Elternteil frühzeitig, müssen keine Beiträge mehr entrichtet werden, aber das Kind erhält trotzdem die vollen vereinbarten Leistungen.

Dies bringt einen aber auch schon zu einem Punkt, bei dem man aufpassen muss: Je höher das Sterberisiko des Versicherungsnehmers, desto höher sind auch die Beiträge, da die Versicherung logischerweise für den vorher genannten Punkt aufkommen muss. Daher sollten die Versicherungsnehmer unbedingt die Eltern sein und nicht die Großeltern! Ebenso ist es besser, wenn die Mutter die Ausbildungsversicherung abschließt als der gleichaltrige oder ältere Vater, denn Frauen leben im Durchschnitt bekanntlich länger als Männer…

Generell sollte man auch bei der Ausbildungsversicherung, wie eigentlich bei allen Versicherungen, gut das Kleingedruckte lesen und sich vor Abschluss unabhängig beraten lassen.


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