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Salvina – Die erste gesetzliche Krankenkasse nur für Frauen

Jaja, wir Frauen haben es manchmal nicht leicht, denn zu den normalen Arztbesuchen kommen im Laufe unseres Lebens noch etliche Besuche beim Frauenarzt, Kosten für die Verhütung, alles mögliche rund ums Kind auf uns zu. Wie gut, wenn man hier von Seiten der Krankenkasse Unterstützung findet.

Nun kann man sich speziell auf diesen Gebieten eben diese Extra-Unterstützung holen, denn Salvina ist da, die erste gesetzliche Krankenversicherung nur für Frauen ist da.

Diese hat ihre Leistungen voll und ganz an die Bedürfnisse der Frauen angepasst, so dass es zum Beispiel spezielle Leistungen für Schwangere und frisch gebackene Mütter gibt.

Auch das lästige Warten beim Frauenarzt kann man sich mit Salvina sparen. Die Kasse hat mit über 400 Facharztpraxen für Gynäkologie in ganz Deutschland eine speziellen Vertrag abgeschlossen. Dieser garantiert Salvina-Versicherten nicht mehr als 30 Minuten Wartezeit, das Bekommen von kurzfristigen Terminen und man wird auch mal außerhalb der eigentlichen Sprechzeit empfangen.

Ob Salvina für einen in Frage kommt, muss man natürlich individuell entscheiden, doch für viele Frauen ist es sicherlich eine Überlegung wert.

Gesetzliche Krankenversicherung: Dank Zusatzbeiträgen enorme Wechselbereitschaft

Seit 1. Februar verlangen einige Krankenkassen die berühmt-berüchtigten Zusatzbeiträge. Und, obwohl im Laufe der Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit alle anderen gesetzlichen Krankenkassen nachziehen werden, ist die Wechselbereitschaft der Deutschen noch nie so hoch gewesen.

So hat die Deutsche BKK, die einen Zusatzbeitrag von 8 Euro pro Monat erhebt, bereits in der ersten Februar-Woche rund 1.000 Kündigungen erhalten. Mit bis zu 50.000 wird insgesamt gerechnet.

Bei der DAK sieht es wohl nicht anders aus, auch wenn hier noch keine offiziellen Zahlen vorliegen. Laut einer aktuellen Umfrage sind 25% der Versicherten zu einem Kassenwechsel bereit.

Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud’ und so können sich Kassen, die aktuell noch ohne den Zusatzbeitrag auskommen, über großen Zuwachs freuen. Die Techniker Krankenkasse gibt an, dass die Telefone kaum mehr still stünden und sich die Online-Anfragen vervierfacht hätten. Die AOK bestätigt die hohe Nachfrage und spricht von rund 1.000 Anrufen am Tag.

Gesetzliche Krankenkassen setzen zunehmend auf Prävention

Im Präventionsbericht 2009 in Berlin erklärten die gesetzlichen Krankenkassen, dass sie ihr Angebot in Sachen Gesundheitsförderung und Prävention verstärkt ausgebaut hätten.

Zu diesem Angebot zählen zum Beispiel Themen wie gesunde Ernährung und Bewegung. 2009 investierten die Kassen rund 40 Millionen Euro mehr in die Prävention als noch im Jahr davor, sprich insgesamt 340 Millionen Euro. Pro Versicherter macht das etwa 4,83 Euro. Das Gesetz schreibt nur 2,78 Euro vor…

Und die Versicherten nehmen die Maßnahmen und Angebote gut an: Insgesamt 6 Millionen Menschen nahmen diese 2009 in Anspruch. Vor allem bei Frauen (rund 76%) sind individuelle Kursangebote, in erster Linie zum Thema Bewegung, beliebt. Und auch bei der betrieblichen Gesundheitsförderung gab es einen Anstieg in Sachen Angebotsnutzung um satte 30%.

Der Grund für den verstärkten Einsatz der Kassen hinsichtlich der Prävention dürfte ganz einfach sein: In diesen Zeiten, wo die Kassen ein besonders hohes Defizit haben, haben sie schlicht und ergreifend erkannt, dass die Prävention meist günstiger kommt als die spätere Behandlung von schweren Erkrankungen etc.

Die Debatte um die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen geht weiter

Gerade haben die ersten gesetzlichen Krankenkassen nach langer Diskussion die kommenden Zusatzbeiträge angekündigt, da geht der Streit auch schon wieder weiter. Seit Monaten ist klar, dass die Zusatzbeiträge kommen werden, doch genau jetzt merkt die Regierung, dass das eventuell unzulässig sein könnte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte an die Zusatzbeiträge genau prüfen zu lassen. Dem schlossen sich auf das Bundeskartellamt und das Bundesversicherungsamt an. Am meisten wurde kritisiert, dass mehrere Kassen gleichzeitig den Zusatzbeitrag erheben würden, obwohl ihre Rücklagen unterschiedlich seien.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner kritisiert vor allem die in ihren Augen nicht fristgerechte Einführung. Die Krankenkassen seien dazu verpflichtet ihre Kunden einen Monat vor einer Beitragserhöhung davon in Kenntnis zu setzen, was bei einer Einführung am 1. Februar wie bei der DAK nicht der Fall sei. Die DAK entgegnete, dass der Beitrag ja erst Anfang März fällig sei, wenn er jetzt erhoben würde.

Mal sehen, wie das Chaos am Ende ausgeht. Der Gesundheitsfonds lässt grüßen…

Defizit bei den gesetzlichen Krankenkassen – Steigen 2010 die Beiträge?

So wie es aussieht, müssen gesetzlich Versicherte sich im nächsten Jahr auf einen erhöhten Zusatzbeitrag einstellen. Circa sechs Euro soll jeder laut Expertenmeinung pro Monat mehr bezahlen.

Das Jahr 2009 endet höchstwahrscheinlich für die gesetzlichen Krankenkassen mit einem Defizit von rund 2,3 Milliarden Euro. 2010 soll dieses noch einmal auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro ansteigen, wovon der Bund aber nur 3,9 Milliarden übernimmt. Den Rest müssen dann wohl zum größten Teil die rund 70 Millionen Deutschen tragen, die gesetzlich versichert sind.

Zwar haben alle Kassen versprochen das Jahr 2010 ohne Zusatzbeitrag zu starten. Ab dem 1. Februar sieht dies dann wieder ganz anders aus. Am meisten müssen die Kunden der DAK und der Orts- und Betriebskrankenkassen zittern. Diese stehen am meisten unter Druck. Der erhöhte Zusatzbeitrag, der bis zu acht Euro hoch sein darf, gilt als wahrscheinlich. Einzig die AOK hat bisher angekündigt, das Jahr ohne erhöhte Beiträge bestreiten zu wollen.

Schon nach knapp zwei Jahren Laufzeit ist der Gesundheitsfonds praktisch am Ende. Zudem wird die Kritik am neuen Gesundheitsminister Philipp Rösler auch immer größer und die Idee der FDP von einem einheitlichen, einkommensunabhängigen Beitrag wird die Lage auch nicht verbessern…


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