32011Apr

Shell ab jetzt mit Versicherung gegen Schäden durch E10

Es scheint eine endlose Geschichte zu sein, die immer abstruser wird. Auch nach etlichen Versuchen der Wirtschaft und der Politik wollen die Kunden immer noch nicht auf den umstrittenen Biokraftstoff E10 umsteigen. Der Mineralölkonzern Shell hat sich hier nun etwas einfallen lassen, das so manch einer wohl eher als Marketing-Gag wertet.

Shell bietet ab jetzt tatsächlich eine Versicherung gegen Motorschäden durch E10 an. Doch diese kostenlose Versicherung der Deutschen Familienversicherung ist natürlich an bestimmte Bedingungen gebunden:

Die Erstzulassung des Fahrzeugs darf nicht vor dem Jahr 1996 liegen. Zudem muss eine Unbedenklichkeitserklärung des Herstellers gegenüber E10 vorliegen. Da die Industrie bei solchen Bedingungen davon ausgeht, dass keine Schäden am Fahrzeug entstehen, ist es also eine Versicherung ohne großes Schadensrisiko.

Und noch ein Umstand macht einen irgendwie hellhörig: Mindestens 30 Liter E10 muss man bei Shell getankt haben. Es klingt also mehr nach einer Kundenbindung an Shell. Sollte es dann doch zu einem Schaden kommen und ein Sachverständiger kann diesen eindeutig auf E10 zurückführen, werden die Kosten für die Reparatur durch die Versicherung übernommen. Die Vertragslaufzeit liegt bei 18 Monaten. Ob das wirklich eine Strategie ist um den Kunden Vertrauen in den neuen Kraftstoff zu geben, bleibt mehr als fraglich.