„Schwarze Liste“ der Versicherten wird in Zukunft von Auskunftei Arvato verwaltet
Bisher war der GDV für die Verwaltung des Hinweis- und Informationssystems (HIS) der Versicherungsgesellschaften verantwortlich. Nun teilte die Stiftung Warentest mit, dass ab dem 1. April die aktuelle Version dieser „Schwarzen Liste“ von der Auskunftei Arvato verwaltet wird. Arvato gehört zum Bertelsmann-Konzern und für das HIS wurde extra das Tochterunternehmen informa Insurance Risk and Fraud Prevention GmbH gegründet.
Das HIS besteht seit 1993 und stellt sozusagen eine „Schwarze Liste“ der Versicherten zusammen, an dem sich, ähnlich wie bei der Schufa, die Versicherungsgesellschaften orientieren können. Betrugsfällen soll auf diese Weise vorgebeugt werden. In diese Liste werden beispielsweise Versicherte eingetragen, die ein erhöhtes Gesundheitsrisiko haben oder auch solche, die verdächtig häufig einen Schaden melden.
Nach jedem Eintrag muss der Versicherte darüber informiert werden. Man kann aber natürlich auch seine gespeicherten Daten durch eine Selbstauskunft erfragen. Dafür wendet man sich direkt an die Auskunftei. Einmal pro Jahr ist diese Auskunft kostenlos.
In diesem Zusammenhang weist die Stiftung Warentest zusätzlich daraufhin, dass Versicherte gegen fehlerhafte Einträge Einspruch einlegen und eine Änderung beantragen können. Dies gilt natürlich auch, wenn sich der Gesundheitszustand ändert. Ein Eintrag kann vier Jahre lang gespeichert werden. Kommt ein neuer Eintrag hinzu, bleibt der alte bestehen und die Frist verlängert sich auf maximal zehn Jahre. Für einen Einspruch wendet man sich ebenfalls direkt an die Auskunkftei und benachrichtigt sicherheitshalber auch den Versicherer.

