Private Krankenversicherung Vergleich

Private Krankenversicherung Vergleich

Die private Krankenversicherung (PKV) ist stetig im Wandel: Laut der Zeitschrift Finanztest sind viele neue Tarife mit deutlich besseren Leistungen ausgestattet als ältere Policen. Dazu zählen zum Beispiel die Unterstützung bei einer Psychotherapie oder die Krankenpflege im eigenen Heim. Ein aktueller PKV Vergleich ist daher nicht nur für Neukunden, sondern auch für bereits privat versicherte Bürger äußerst interessant.

Relevant ist der Vergleich der privaten Krankenversicherer für alle Personen, die sich nicht zwangsläufig gesetzlich versichern müssen, also nicht versicherungspflichtig für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) sind. Als einzige Gruppe haben Beamte und einige andere Staatsdiener einen Anspruch auf einen Zuschuss für die PKV. Selbstständige und Angestellte, die über der Verdienst-Höchstgrenze von 54.900 Euro brutto pro Jahr liegen, sind nicht beihilfeberechtigt. Für sie ist ein Vergleich zwischen PKV und GKV daher besonders wichtig. Außerdem steht die Tür zur privaten Krankenversicherung in den ersten drei Monaten nach ihrer Einschreibung auch Studenten offen.

Nicht für jede dieser Gruppen ist die private Krankenversicherung jedoch gleichermaßen empfehlenswert. Deshalb geht das Team von rss-versicherung.de auch der Frage auf den Grund, für wen sich die private Krankenversicherung besonders lohnt. Darüber hinaus geben wir Tipps für alle, die sich für die private Krankenversicherung entscheiden. Welche Leistungen muss eine gute Police erfüllen? Was sind die besten privaten Krankenversicherer aus Sicht der Experten? Welcher Anbieter hat die zufriedensten Kunden? Und wo sind die Beiträge am stabilsten? Wer all diese Aspekte beim PKV Vergleich berücksichtigt, findet mit großer Sicherheit den passenden Anbieter.

PKV im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung

Zunächst aber steht immer die Grundsatzfrage im Raum: Entscheide ich mich für die private oder die gesetzliche Krankenversicherung? Beide Systeme funktionieren anders: Während sich die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen nach dem Einkommen richten, kalkulieren die privaten Krankenversicherer ihre Prämien anhand des individuellen Risikos. In erster Linie sind das Alter, der Gesundheitszustand beziehungsweise Vorerkrankungen sowie der Beruf des potenziellen Kunden entscheidend. Die Leistungen richten sich nicht nach einem gesetzlichen Katalog und können frei verhandelt werden – die meisten Privatversicherten sind umfangreicher abgesichert als die gesetzlich versicherte Mehrheit. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall: Der Basistarif, den alle Versicherer anbieten müssen, bietet nur Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung dürfen Versicherer potenzielle Kunden auch ablehnen oder bestimmte Leistungen ausschließen. Es gibt also kein Solidaritätsprinzip. Einzig bestimmte Altersrückstellungen, die jeder Privatversicherte entrichten muss, subventionieren gewissermaßen die Beiträge von Senioren. Die hohen Kosten im Alter sind nämlich ein entscheidender Nachteil der privaten Krankenversicherung. Nicht wenige Rentner können die hohen Prämien nicht bezahlen und müssen in den Basis- oder sogar Notlagentarif wechseln. Der Weg zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist im Alter meistens versperrt, ab dem 55. Lebensjahr ist der Wechsel nur noch in wenigen Ausnahmefällen gestattet. Auch jüngere Privatversicherte müssen für eine Rückkehr in die GKV bestimmte Voraussetzungen erfüllen:

Eine Angestellte darf zum Beispiel nur wechseln, wenn ihr jährlicher Bruttoverdienst unter die Versicherungspflichtgrenze von aktuell 54.900 Euro sinkt oder sie ihren Job verliert. Einem Selbstständigen steht ein Wechsel nur offen, wenn er eine versicherungspflichtige Arbeit aufnimmt. Die Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung ist daher eine sehr weitreichende Entscheidung, die gut überlegt sein soll.

Es gibt aber auch einen großen Vorteil der PKV im Vergleich zur GKV: Die private Absicherung ist vor allen für junge Leute deutlich lukrativer. Diese gesunde Zielgruppe ist meistens nicht nur deutlich günstiger, sondern zudem auch besser versichert. Laut der Finanztest lohnt sich der Eintritt in die PKV in etwa bis zum 35. Lebensjahr. Unter vielen Verbraucherschützern gilt aber die Devise: Je früher, desto besser. Natürlich müssen dabei aber auch die langfristigen Folgen mitbedacht werden.

Für wen ist die private Krankenversicherung sinnvoll?

Die Stiftung Warentest spricht nur Beamten eine uneingeschränkte Empfehlung für die private Krankenversicherung aus. Staatsdiener erhalten eine Beihilfe von mindestens 50 bis hin zu 80 Prozent – ein 35-Jähriger kann daher für rund 200 Euro im Monat umfangreich krankenversichert werden. Um für die höheren Prämien gewappnet zu sein, sollten aber auch Beamte zusätzlich Geld zur Seite legen.

Deutlich stärker sollten nach Ansicht der Finanztest aber Selbstständige und Angestellte vorsorgen. Die Zeitschrift rät sogar dazu, 30 Jahre lang rund 300 Euro pro Monat anzusparen. Selbstständige und Angestellte müssen den Vergleich zwischen PKV und GKV daher besonders sorgfältig durchführen. Einen großen Einfluss auf die Entscheidung hat die berufliche und privatet Situation: Familienmenschen sind häufig besser in der gesetzlichen Krankenversicherung aufgehoben, da es in der privaten Alternative keine Familienversicherung gibt. Jedes Kind muss also einzeln versichert werden. Wer andere Personen versorgen muss, benötigt für die PKV daher sehr große finanzielle Mittel. Für Alleinstehende oder Paare, in denen Beide ein festes Einkommen besitzen, ist die private Krankenversicherung interessant. Für die PKV spricht außerdem ein sicheres hohes Einkommen, das Planungssicherheit auch über mehrere Jahre und bestenfalls Jahrzehnte garantiert. Gutverdiener zahlen in der Regel weniger als in der GKV, in der sie als Arbeitnehmer mindestens 7,3 Prozent ihres Einkommens plus Zusatzbeitrag abtreten müssen. Selbstständige müssen sogar mindestens 14,6 Prozent ihrer Verdienste für die gesetzliche Krankenversicherung aufwenden.