Private Krankenversicherung: BaFin geht gegen Makler mit zu hohen Provisionen vor
Wer sich für eine bestimmte Versicherung wie eine private Krankenversicherung interessiert, nutzt gerne das Angebot eines Versicherungsmaklers oder -vermittlers. Dieser erhält für seine beratende und vermittelnde Tätigkeit eine Provision. In letzter Zeit sind die Provisionen der Versicherungsmakler besonders im Bereich der privaten Krankenversicherung stark angestiegen.
Innerhalb von zehn Jahren stiegen die Abschlusskosten von 7,5 auf 8,9 Monatsbeiträge einer Police. Dies ruft nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, auf den Plan. Sie hat angekündigt solche zu hohen Provisionen, bei denen das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr stimmt, nicht mehr länger zu dulden und ruft die Branche zur Vernunft auf.
Viele Makler und Vermittler seien aus reinem Profitstreben in der Branche tätig und würden die Provisionen immer mehr in die Höhe treiben. Dabei werben sie Kunden auch häufig innerhalb des ersten Jahres wieder ab. Sie raten Kunden also rein aus eigenem finanziellen Interesse zu einem Wechsel des Anbieters.
In Zukunft möchte die BaFin es nun möglich machen, dass man bei frühzeitiger Stornierung von Versicherungsverträgen Provisionen zurückfordern kann. Versicherungsgesellschaften werden zudem verstärkt direkt vor Ort geprüft. Sollte die Branche nicht zur Vernunft kommen, sind weitere Maßnahmen offenbar nicht ausgeschlossen.
Die BaFin rät indessen Kunden dazu, zusätzlich zum Versicherungsmakler die kostenlosen Online-Vergleichsrechner zu benutzen um das Angebot des Maklers zu überprüfen.


15. Dezember 2010
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