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Immer mehr Deutsche investieren in Lebensversicherungen

Die Zinsen auf dem Kapitalmarkt sind momentan niedrig und die Menschen wollen zudem einen direkten bzw. existentiellen Nutzen aus ihren Anlagen ziehen. So wird es wohl nur wenige verwundern, dass immer mehr eine Lebensversicherung als Geldanlage für sich entdecken.

Das Geschäft mit den Lebensversicherungen boomt. Alleine in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres stiegen die Einnahmen in diesem Bereich um ganze 15% auf über 40 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu anderen Kapitalanlagen erhält man bei einer Lebensversicherung zwischen drei bis fünf Prozent Zinsen und selbst nachdem man alle zusätzlichen Kosten abgezogen hat, ist sie für heutige Verhältnisse am Ende noch ziemlich rentabel.

Vor allem die Sofort-Rente hat es den Anlegern angetan. Hierbei zahlt man einmal einen Betrag in die Versicherung ein und erhält sofort einen monatlichen Betrag ausbezahlt, während der Rest angelegt wird. Man wird sehen, wie lange dieser Zulauf anhält. Dauert dies allerdings länger, könnte dies am Ende zu Lasten der bereits älteren Anleger gehen, da die Versicherer die neuen Kunden zu den alten hohen Zinsen anwerben, dieses Kapital aber theoretisch nach den aktuell niedrigen Zinsen anlegen müssten…

Berufsunfähigkeitsversicherung: Auf diese Punkte sollte man beim Abschluss achten

Jeder Bundesbürger sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben um sich vor den finanziellen Folgen einer Erwerbsunfähigkeit zu schützen. Sie ist daher eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Auf welche Punkte muss ich aber beim Abschluss besonders achten?

Zunächst sollte man den Versicherungsschutz nicht zu niedrig ansetzen. Mindestens 80% des letzten Nettoeinkommens sollte man im Falle einer Berufsunfähigkeit monatlich ausgezahlt bekommen. Diese Höhe der Beträge sollte nicht feststehen, sondern je nach Lebenssituation angepasst werden können. Also auf eine sogenannte Nachversicherungsgarantie achten.

Der Vertrag läuft am besten so lange wie möglich, ideal ist bis zum 63. Geburtstag, bei manchen macht aber auch ein Alter von 67 Jahren Sinn, je nach Beruf und Berufsstand. Auf keinen Fall sollte eine sogenannte „abstrakte Verweisung“ im Vertrag enthalten sein. Diese besagt nämlich, dass man nur dann eine Rente erhält, wenn man nicht auch in einem anderen Beruf als seinem erlernten bzw. ausgeübten noch tätig sein könnte.

Zudem raten Experten davon ab, die Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Kapitallebensversicherung zu koppeln. Bei diesen Angeboten geht nur ein geringer Anteil der Beiträge in die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Hausratsversicherung: Keine falschen Schadensbelege einreichen

Wer nach einem Diebstahl oder bei einem Schaden einen falschen Beleg bei seiner Hausratsversicherung einreicht riskiert damit seinen Versicherungsschutz. Dies geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts in Karlsruhe hervor.

In dem konkreten Fall hatte ein Mann, nachdem ihm sein Fahrrad gestohlen wurde, bei seiner Versicherung eine Rechnung eines Fahrradgeschäfts als Schadensbeleg eingereicht. Die Versicherung konnte ihm jedoch nachweisen, dass die Rechnung nachträglich ausgestellt wurde und der Mann zudem die Einzelteile gar nicht alle in diesem Geschäft erworben hatte. Er habe also arglistig falsche Angaben gemacht und so habe er auch keinen Anspruch auf Leistung.

Die Richter sahen dies ebenso. Es spiele keine Rolle, ob er sich durch die Tat bereichern wollte oder ob er versucht habe, die Schadensregulierung nur zu beschleunigen. Fakt sei, dass er durch seine unrichtigen Angaben arglistig gehandelt habe. Daher habe er auch keinen Anspruch auf Leistungen. Also, nur richtige Belege bei der Versicherung abgeben!

Experten raten zur Zahnzusatzversicherung

Die Zeiten, in denen man zum Zahnarzt ging und ganz ohne zusätzliche Kosten davonkam, scheinen vorbei zu sein. Schnell wird einem eine Zahnreinigung ab 50 Euro aufwärts empfohlen und hat man wirklich Probleme, braucht man zum Beispiel eine Brücke, geht es schnell in die Tausender. Immer mehr Experten raten Verbrauchern daher zu einer Zahnzusatzversicherung.

Diese sind meist nicht wirklich teuer und können einen im Ernstfall finanziell retten. Jedoch sollte man sich beim Abschluss einer Police gut informieren und sich am besten beraten lassen, denn eine standardisierte Zahnzusatzpolice gibt es nicht.

Bei den meisten werden in erster Linie die Kosten für den Zahnersatz erstattet. Manche schließen auch Inlays, Implantate und Kunststofffüllungen mit ein, ganz wenige zudem Behandlungen wie Zahnreinigungen etc. Vor allem letzteres ist jedoch eine Frage der Kosten.

Eine Police mit Kompletterstattung gibt es leider nicht. Wenn 70 bis 80 Prozent des Gesamtrechnungsbetrags übernommen wird, kann man von einem guten Tarif sprechen. Manche Versicherer deckeln ihre Leistungen, wie zum Beispiel Zahnbehandlungen, durch einen jährlichen Höchstbetrag. Vor allem sollte man darauf achten, dass auch privatärztliche Behandlungen abgedeckt sind.

Experten warnen vor Fusionen der Krankenkassen

In letzter Zeit fusionieren immer mehr Krankenkassen. Alleine in den letzten beiden Jahren ist dadurch die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von 216 auf 163 gesunken. Experten halten diesen Trend für sehr fragwürdig und sehen darin sogar eine Gefahr für das Gesundheitssystem.

Die Fusionen würden weniger aus gesundheitsökonomischen Gründen geschehen, sondern vielmehr aus reinen Wachstumsgründen. Dies bürge jedoch die Gefahr sang- und klanglos unterzugehen, wie man bereits in der Finanzkrise gesehen hat.

Den Kassen könnte also bald das gleiche Schicksal wie den Banken drohen. Durch die Fusionen wollten die Kassen lediglich erreichen im Falle einer Krise staatliche Hilfe zu bekommen. Dies sei jedoch ein völlig falscher Weg, was man bereits am Weg der Banken sehen konnte. Unser Gesundheitssystem wackelt momentan also an allen Ecken und Enden.


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