Kommt der Typenschein für die Wohngebäudeversicherung?
Der Klimawandel macht sich langsam aber deutlich auch hierzulande bemerkbar. Immer mehr Hausbesitzer klagen über Schäden am Gebäude bedingt durch Wettereinbrüche.
Im letzten Sommer gab es laut den Versicherern durchschnittlich viele Hagelschäden und der aktuelle kalte Winter tut sein Übriges. Daher haben im letzten Jahr viel mehr Menschen die Leistungen ihrer Wohngebäudeversicherung in Anspruch genommen als sonst.
Wenn dies so weitergeht, fürchten die Versicherer, dass die Schäden auf Dauer nicht mehr finanzierbar sind. Ein Umdenken ist angesagt. Einige Gebäudeversicherungen fordern nun die Einführung eines sogenannten Typenscheins, wie er bei der Kfz-Versicherung bereits üblich ist.
Das würde im Klartext bedeuten, dass die Beiträge am Zustand des Hauses bemessen werden. Wer sein Haus regelmäßig in Schuss hält und wetterfest macht, würde dann auch weniger Beiträge zahlen. Wer dies versäumt, zahlt auch mehr.
Noch ist nicht sicher, ob sich dieses Modell durchsetzen wird. Viele Experten halten es jedoch für wahrscheinlich.

