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Auszubildende erhalten kleinen Riester-Bonus

In diesen Wochen beginnen wieder etliche Jugendliche eine Ausbildung. Das Thema Altersvorsorge sollte dabei jetzt schon eine Rolle spielen. Daher weist die Initiative „Altersvorsorge macht Schule“ Auszubildende und Berufseinsteiger darauf hin, dass sie einen zusätzlichen staatlichen Zuschuss für die Riester-Rente bekommen.

Alle Riester-Sparer unter 25 Jahren, die sozialversicherungspflichtig angestellt sind, bekommen demnach zur jährlichen Zulage von 154 Euro zusätzlich 200 Euro. Dieser Berufseinsteigerbonus wird jedoch nur einmalig ausgezahlt.

Normalerweise orientiert sich der Riester-Beitrag am Einkommen des Vorjahres. Da Azubis meist im Vorjahr noch kein Gehalt bezogen haben, müssen sie lediglich den sogenannten Sockelbeitrag von 60 Euro im Jahr selbst zahlen. Wer jedoch besser verdient zahlt selbst vier Prozent des Vorjahreseinkommens ein, maximal bis zu 2.100 Euro abzüglich der Zulagen.

Die Experten betonen, dass man nie früh genug mit der privaten Altersvorsorge anfangen kann, denn die staatliche Rente alleine wird später mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht ausreichen.

Anzahl der Frührentner nimmt weiter zu

Während die Politik übe die Einführung der Rente mit 67 nachdenkt, haben die Verantwortlichen dabei offenbar nicht folgende Zahlen vor sich gehabt. Aus mehreren Medienberichten geht nämlich hervor, dass die Anzahl der Frührentner in Deutschland immer weiter ansteigt. Im letzten Jahr erreichte die Zahl der Frührentner sogar einen neuen Höchststand seit sechs Jahren.

171.129 Menschen mussten im letzten Jahr krankheitsbedingt früher in Rente gehen, das sind über 10.000 mehr als im Vorjahr. Die Männer sind hier mit rund 90.000 Fällen etwas mehr betroffen als die Frauen.

An erster Stelle der Gründe für das frühe Ausscheiden aus dem Berufsleben stehen inzwischen psychische Gründe. 44% der Männer und 32% der Frauen sind aufgrund von psychischen Problemen nicht mehr im Stande ihren Beruf auszuüben. Eine erschreckende Tendenz, die laut Experten immer weiter ansteigen wird.

Am zweit häufigsten gehen die Menschen in den Vorruhestand aufgrund von Skelett-, Muskel- und Bindegewebserkrankungen. Auf 15,5% der Männer und 15,1% der Frauen trifft dies zu. An dritter Stelle stehen bei 13,8% der Männer Herz- und Kreislauferkrankungen und bei 14,1% der Frauen eine Krebserkrankung. Zahlen, die einem zu denken geben.

Viele Renten wurden falsch berechnet

Vor kurzem hatte das Bundesversicherungsamt Stichproben bei den Rentenbescheiden gemacht und dabei festgestellt, dass etliche Renten in den letzten Jahren falsch berechnet wurden. Aus dem Tätigkeitsbericht des Bundesversicherungsamts geht hervor, dass häufig bei der Anrechnung der Ausbildungszeiten schwere Fehler gemacht wurden.

In manchen Fällen wurde die Berufsausbildung gar nicht oder viel zu kurz angerechnet, was auf die Rentenbescheide deutliche Auswirkungen hat. Die Rede ist von bis zu 40 Euro im Monat, die die Betroffenen zu wenig erhalten haben. Auf das Jahr gerechnet schon ein kleines Sümmchen…

Leider machte die Deutsche Rentenversicherung in ihrer Stellungnahme keine Angaben dazu, wie viele von diesen Fehlern betroffen sind. Experten raten daher allen Rentnern dazu die im Bescheid aufgeführten Ausbildungszeiten genau zu prüfen und, falls sie falsch sind, dies der Rentenversicherung mitzuteilen. Die Chancen, dass man hier eine Nachzahlung erhält, stehen nicht schlecht.

Sofort-Rente wird von Experten empfohlen

Erst diese Woche haben wir darüber berichtet, dass das Geschäft mit den Lebensversicherungen aktuell boomt. Dabei besonders beliebt: die Sofort-Rente. Mit dieser Tendenz haben die Anleger offenbar Recht, denn auch immer mehr Experten raten zu einer Sofort-Rente.

Die Sofort-Rente ist ideal für alle, die für das Alter angespart haben und dieses Kapital nun gewinnbringend anlegen und trotzdem gleich etwas davon haben wollen. Hierbei legt man zu Beginn einen festen Betrag an. Man erhält von Anfang an eine monatlichen Auszahlung, den Rest legt die Versicherung an.

Aktuelle Studien sagen, dass jemand, der vor 20 Jahren einen Betrag von 50.000 Euro angelegt hat, heute ungefähr das Doppelte herausbekommen hat. Die höchsten Renten zahlten demnach die Iduna, die R+V, die Familienfürsorge, die Öffentliche Braunschweig und die Gothaer.

Natürlich gibt es auch hier die unterschiedlichsten Angebote. Vor dem Abschluss sollte man gut vergleichen und abwägen, welches Angebot zu seiner persönlichen Situation passt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte natürlich ein Angebot wählen, bei dem nicht in Aktien investiert wird. Dies ist bei der Sofort-Rente meist eh nicht der Fall. In der Regel wird in festverzinsliche Wertpapiere regionaler Banken investiert.

Bald kommt die Kostenkennziffer für Altersvorsorge-Produkte

Nicht erst seit der Finanzkrise wächst die Kritik an der Transparenz von Finanzprodukten. In diesem Zuge haben nun der Fondsverband BVI und der Versichererverband GDV angekündigt zumindest Altersvorsorge-Produkte durchsichtiger zu gestalten.

Dies soll laut dem Magazin „Handelsblatt“ in erster Linie in Form einer Kostenkennziffer geschehen. Diese zeigt dem Kunden direkt die Rente und zwar nach dem Abzug aller Kosten. Laut der Verbände soll diese Kennziffer gesetzlich definiert werden, wobei Experten raten den Anbietern dabei nicht zu viel Freiheiten zu lassen, da diese sonst ausgenützt werden könnten. Alle Sachverhalte, die die Rendite ändern, zu durchschauen und zu berücksichtigen sei enorm schwer.

Die meisten Experten sprechen sich wiederum für den Einsatz der „Reduction in Yield“-Kennziffer (RiY) aus, da diese die Renditeminderung genau anzeigt. Die RiY wird bereits von ein paar wenigen Versicherern eingesetzt, wie zum Beispiel von der DWS oder der Standard Life. Die Allianz Leben sei gerade dabei entsprechende Änderungen vorzunehmen. In Zukunft wird sich dann zeigen, ob dieser Plan wirklich für mehr Transparenz in Sachen Altersvorsorge sorgen kann.


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