Pflege-TÜV: Gesetzliche Krankenkassen fordern neues Bewertungssystem
In jedem Jahr werden vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen im sogenannten Pflege-TÜV 10.300 Altenheime kontrolliert. Dafür werden 64 einzelne Aspekte, von Pflege über Essen bis hin zu Hygiene mit Schulnoten bewertet. Am Ende wird ein Schnitt gebildet, der dann zur Gesamtwertung führt.
Dieses System kritisiert nun Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen massiv, denn durch die Bildung des Durchschnitts bekämen immer häufiger auch Heime, die durch mangelernährte oder dehydrierte Patienten aufgefallen sind, am Ende eine gute Note.
Dies darf natürlich nicht passieren, denn die Noten kann sich jeder vorher im Internet ansehen und wird danach wahrscheinlich auch das entsprechende Heim auswählen.
So haben von den bislang geprüften Einrichtungen rund zwei Drittel die Gesamtnote „sehr gut“ oder „gut“ erhalten. Gerade einmal zehn Prozent kamen auf „ausreichend“ oder „mangelhaft“.
Es muss also unbedingt ein neues System her!

