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Behandlung von Schnarchen: Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Rund ein Viertel aller Deutschen schnarchen Nacht für Nacht und rauben damit meist dem Partner oder auch sich selbst den letzten Nerv. Dabei ist ein ruhiger und gesunder Schlaf wichtig für Körper und Seele.

Beim Schnarchen unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Formen: Das primäre Schnarchen ist das normale Schnarchen, dass die meisten Menschen nur zu gut kennen. Die Muskulatur im Mund- und Rachenbereich entspannt sich und gerät in Schwingung, was die typischen Geräusche erzeugt. Dies kann neben anatomischen Besonderheiten auch einfach nur die Einnahme von Medikamenten, zu viel Alkohol oder Übergewicht hervorgerufen werden. Das primäre Schnarchen ist für den Betroffenen selbst meist harmlos.

Weitaus schlimmer ist hier das sogenannte apnoische Schnarchen. Hierbei kommt es zwischendurch immer wieder zu längeren Atempausen. Manchmal so lange, dass der Betroffene dann nach Luft schnappen muss. Stellen Sie dies bei sich selbst oder eben bei Ihrem Partner fest, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn dies kann ein gesundheitliches Risiko darstellen.

Viele wollen das Schnarchen also loswerden, die einen weil es störend ist, die anderen weil es medizinisch notwendig ist. Doch für welche Behandlungen und Eingriffe muss ich selbst aufkommen und was zahlt die Kasse? Die Krankenkasse kommt grundsätzlich nur für die Kosten auf, wenn der Eingriff aus gesundheitlichen Gründen medizinisch notwendig ist. Doch auch hier ist dies nicht immer der Fall, denn manche, insbesondere neue Behandlungsmethoden sind unter Umständen noch nicht im Leistunsgkatalog der Versicherung enthalten.

Die Experten der DKV raten daher dazu, sich vor jedem Eingriff mit der Versicherung in Verbindung zu setzen und sich ausgiebigst beraten zu lassen. Nicht, dass man nach dem Eingriff eine böse Überraschung erlebt und die Kosten selbst bezahlen muss. Na dann, noch erholsame Nächte!

Kritik an Röslers Kopfpauschale wächst

Seit langem ist Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) aufgrund seines umstrittenes Planes zur Einführung einer Kopfpauschale in den Schlagzeilen. Die CSU lehnt das Modell kategorisch ab und bezeichnet es als unsozial. Röslers Kopfpauschale wird dabei immer mehr zur Zerreißprobe der Koalition.

Nun bläst ihm auch noch massiver Gegenwind von Seiten der deutschen Wirtschaft entgegen. Um Röslersw Konzept zu finanzieren, soll nämlich u.a. der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen. Diese höheren Lohnzusatzkosten könne man sich nicht in Zeiten der Krise leisten.

Zudem plant Rösler für Menschen, die sich die zusätzliche Kopfpauschale nicht leisten können, einen Solidarausgleich, der wiederum über Steuergelder finanziert werden soll. Sowieso hätten Geringverdiener hier keinerlei Vorteile, im Gegenteil meist sogar zusätzliche Kosten.

Das Bundesgesundheitsministerium wies all diese Kritik jedoch zurück und will weiterhin an den Plänen festhalten…

Krankenkassen werfen Herstellern von Generika Schwindel in Millionenhöhe vor

Wie es aussieht geht der Streit zwischen den Krankenkassen und der Pharmaindustrie in eine neue Runde. Neben dem allgemeinen Preisabschlag von 6% müssen Hersteller von Generika seit dem Jahr 2006 den Kassen weitere 10% auf ihre Produkte nachlassen. Ausnahmen wurden von Apotheken, Pharmaverbänden und Krankenkassen gemeinsam festgehalten. Nun werfen die Kassen den Herstellern aber vor sich nicht an die Regelungen zu halten.

Einige Hersteller von Nachahmpräparaten, sogenannten Generika, würden den Krankenversicherungen die gesetzlich zustehenden Abschläge durch falsche Kennzeichung verweigern. Dadurch sei den Kassen bisher ein Schaden in Höhe von 250 Millionen Euro entstanden, den sie nun zurück verlangen.

Es gibt auch Pläne die entgangenen Beträge gegen Apothekenrechnungen aufzurechnen. Die Apotheker sollten sich dann wiederum an die Hersteller wenden. Nun werden also eventuell auch diese in die Auseinandersetzung mit hineingezogen.

Mitte letzten Jahres hatten die Kassen angefangen nach und nach zu prüfen, welche Hersteller sich an die zusätzlichen Rabatte hielten und welche nicht. Bei 1.500 Medikamenten von rund 100 Herstellern sei dies der Fall.

Aufgrund der Drohungen der Kassen haben nun einige Hersteller reagiert und wollen sich in Zukunft an die Absprachen halten. Einige weigern sich wiederum standhaft.

Medikamente für privat Versicherte teurer als für gesetzlich Versicherte

Viele Deutschen träumen von einem Wechsel in die private Krankenversicherung. Hier würde man besser und schneller behandelt, bekomme bessere und mehr Leistungen und erhalte andere Medikamente. So die landläufige Meinung, doch nicht immer ist in der privaten Krankenversicherung alles so rosig. So sind zum Beispiel Medikamente für privat Versicherte um ein Vielfaches teurer als für gesetzlich Versicherte.

In den letzten zehn Jahren stiegen die Preise für die Medikamente der Privatpatienten um stolze 85% an, bei den Arzneimitteln für Kassenpatienten gab es lediglich einen Anstieg von 68%. Ein Grund dafür ist zum Beispiel der sogenannte Apothekenabschlag von 2,30 Euro, den die Kassenpatienten in Apotheken bekommen.

Hinzu kommt noch ein Herstellerrabatt aus Medikamente für die gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von 6% (Dieser soll in den nächsten Jahren sogar noch einmal um 10% steigen). Beide genannten Punkte erhalten Privatpatienten nicht.

Die privaten Versicherer wollen sich dies nicht länger gefallen lassen, fordern eine politische Lösung und wollen damit auch verstärkt an die Öffentlichkeit gehen.

CDU-Politiker wollen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung einfrieren

Laut Sozialgesetzbuch steigt der Bundeszuschuss für die gesetzlichen Krankenversicherungen jährlich an. Alleine in diesem Jahr erhalten die Krankenkassen einen Zuschuss in Höhe von 15,7 Milliarden Euro. Darin enthalten ist eine einmalige Zahlung von 3,9 Milliarden Euro um die durch die Krise bedingten Mindereinnahmen zu kompensieren. Dieser entfällt ab 2011. Ab dann soll der Zuschuss nach den bisherigen Plänen um jährlich 1,5 Milliarden Euro steigen.

CDU-Politiker äußerten nun Zweifel, ob man diese Rate in Zukunft noch durchhalten könne und forderten daher den Bundeszuschuss für die gesetzlichen Krankenversicherungen einzufrieren.

Die Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen zeigten sich über diesen Vorschlag empört. Die gesetzliche Krankenversicherung sei das Rückgrat des deutschen Gesundheitssystems. Gerade in Zeiten der Krise dürfe man dies nicht schwächen. Die Folgen wären Zusatzbeiträge und Beitragserhöhungen.


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