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News zu Krankenversicherungen


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Krankentagegeld: Versicherung so schnell wie möglich benachrichtigen

Was zu Beginn nur wie eine harmlose Erkältung oder Ähnliches aussieht, kann sich unter Umständen auch zu einer längeren Erkrankung ausweiten. Hier sieht der Gesetzgeber vor, dass die ersten sechs Wochen der Krankheit der Arbeitgeber das Gehalt weiterzahlt, danach springt die Krankenversicherung mit Krankentagegeld ein, das rund 90% des Nettoeinkommens beträgt.

Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: Für die Versicherung beginnt diese Frist ab dem Tag der Krankschreibung, daher sollte man nach der Ausstellung durch den Arzt diese nicht nur dem Arbeitgeber, sondern auch der Versicherung zukommen lassen. Zwei bis drei Tage nach dem Arztbesuch sollte die Krankschreibung bei der Versicherung eingehen.

Hierbei ist es zudem wichtig darauf zu achten, dass diese auch bei der Versicherung ankommt. Das Oberlandesgericht Celle urteilte nämlich, dass der Versicherte selbst Sorge zu tragen habe, dass die Krankheitsmeldung eingeht. In dem Fall ging es um einen Mann, der im März einen Unfall hatte und bis August krank geschrieben war. Die Versicherung will die Unterlagen jedoch erst im September, also nach der Genesung erhalten haben, und zahlte daher nichts.

Laut den Richtern war der Geschädigte hier selbst schuld, denn nachdem er keine Rückmeldung von der Versicherung erhalten habe, hätte er selbstständig nachfragen müssen. Wer auf Nummer sicher gehen will, schickt die Krankschreibung also am besten per Einschreiben mit Rückschein, ansonsten nachfragen.

Stiftung Warentest nimmt Online-Service der Krankenkassen unter die Lupe

In Sachen Service im Internet haben die meisten Krankenkassen wohl noch Nachholbedarf. Dies ist jedenfalls das Ergebnis eines Tests der Stiftung Warentest, bei dem Service und Beratung im Internet von 21 Krankenkassen näher unter die Lupe genommen wurden.

Lediglich zwei der 21 Kassen wurden beim Online-Service mit der Note „gut“ ausgezeichnet. Immerhin erhielten alle anderen die Note „befriedigend“. Die Bestnote „sehr gut“ erreichte keine. Ein ziemlich mittelmäßiges Ergebnis also.

Das größte Problem läge dabei bei der Beantwortung von Anfragen per E-Mail. Viele davon würden gar nicht erst beantwortet bzw. es würde nicht näher auf das Problem eingegangen. Ein weiteres Problem sahen die Tester bei den Informationen auf der Homepage und dies beträfe alle getesteten Kassen: Ansprechpartner für Nachfragen würden meist nicht genannt. Zudem erhalte man erst auf explizite Nachfrage Informationen zu Zusatzleistungen wie beispielsweise eine Ernährungsberatung für Diabetiker.

Bis sich hier etwas ändert, raten die Tester den Versicherten sich direkt, persönlich oder telefonisch, bei wichtigen Angelegenheiten an die Kassen zu wenden.

Wer zahlt nach der Gesundheitsreform die Zusatzbeiträge der Arbeitslosen?

Die anstehende Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler bleibt weiterhin mehr als umstritten. Vor allem in der Frage, wer die vorgesehenen Zusatzbeiträge für Empfänger von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe übernimmt, sind sich die Seiten noch uneins.

Momentan ist es so, dass die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherungen von den Empfängern von Arbeitslosengeld I und II selbst getragen werden müssen. So sieht ein aktueller Gesetzesentwurf von Rösler momentan vor, dass nach der sogenannten Reform auch der Zusatzbetrag von staatlichen Stellen, also zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit, übernommen wird.

Doch was auf den ersten Blick gut klingt, könnte für Hartz-IV-Empfänger und Co. noch mehr Kosten bedeuten, da die Kassen in diesem Fall nur den Durchschnittsbeitrag zahlen. Liegt der Beitrag einer Krankenkasse nun über diesem Wert, muss diese Differenz der Versicherte wieder selbst übernehmen.

Mal sehen, ob sich das durchsetzen kann. Die meisten Stimmen wären dafür, dass Hartz-IV-Empfänger generell von den Zusatzbeiträgen befreit wären. Was jedoch mit den restlichen Menschen, die von Arbeitslosengeld I oder Sozialhilfe leben, geschieht, steht noch in den Sternen. So schnell ist auch hier wohl nicht mir einer Lösung zu rechnen.

Experten warnen vor Fusionen der Krankenkassen

In letzter Zeit fusionieren immer mehr Krankenkassen. Alleine in den letzten beiden Jahren ist dadurch die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von 216 auf 163 gesunken. Experten halten diesen Trend für sehr fragwürdig und sehen darin sogar eine Gefahr für das Gesundheitssystem.

Die Fusionen würden weniger aus gesundheitsökonomischen Gründen geschehen, sondern vielmehr aus reinen Wachstumsgründen. Dies bürge jedoch die Gefahr sang- und klanglos unterzugehen, wie man bereits in der Finanzkrise gesehen hat.

Den Kassen könnte also bald das gleiche Schicksal wie den Banken drohen. Durch die Fusionen wollten die Kassen lediglich erreichen im Falle einer Krise staatliche Hilfe zu bekommen. Dies sei jedoch ein völlig falscher Weg, was man bereits am Weg der Banken sehen konnte. Unser Gesundheitssystem wackelt momentan also an allen Ecken und Enden.

Immer mehr Deutsche gehen wegen psychischer Probleme in Frührente

In den letzten Jahren konnte man zunehmend beobachten, wie sich die Arbeitswelt verändert hat und damit auch die Anforderungen an den Menschen gestiegen sind. Plötzlich waren Themen wie Burn-Out oder Depressionen keine Seltenheit mehr. Und so manch einer von unseren Lesern wird es vielleicht sogar am eigenen Leib erfahren haben.

Dass dies ein ernstzunehmendes Problem ist, beweisen auch aktuelle Zahlen der Techniker Krankenkasse. Im Vergleich zum Jahr 2006 gingen alleine in Nordrhein-Westfalen 33% mehr Menschen aufgrund von psychischen Problemen in den Vorruhestand. In den anderen Bundesländern soll es ähnlich aussehen.

In ganz Deutschland sind rund 40% aller Frührenten inzwischen auf Depressionen, Neurosen oder das Burn-Out-Syndrom zurückzuführen. Dabei haben die Betroffenen ein Durchschnittsalter von 48 Jahren.

Auch die Anzahl der psychisch bedingten Krankschreibungen ist in den letzten Jahren dramatisch in die Höhe geschossen: im Vergleich zum Jahr 2000 um ganze 75%! Die Gründe dafür muss man wohl vor allem in den gestiegenen Anforderungen an den einzelnen in der Arbeitswelt suchen: immer mehr Arbeitsverhältnisse sind befristet, man muss am besten immer erreichbar sind, die Produktivität soll gleichzeitig mehr werden und gleichzeitig sinken die Löhne. Eine ernstzunehmende Entwicklung!


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