Krankenkassen werfen Herstellern von Generika Schwindel in Millionenhöhe vor
Wie es aussieht geht der Streit zwischen den Krankenkassen und der Pharmaindustrie in eine neue Runde. Neben dem allgemeinen Preisabschlag von 6% müssen Hersteller von Generika seit dem Jahr 2006 den Kassen weitere 10% auf ihre Produkte nachlassen. Ausnahmen wurden von Apotheken, Pharmaverbänden und Krankenkassen gemeinsam festgehalten. Nun werfen die Kassen den Herstellern aber vor sich nicht an die Regelungen zu halten.
Einige Hersteller von Nachahmpräparaten, sogenannten Generika, würden den Krankenversicherungen die gesetzlich zustehenden Abschläge durch falsche Kennzeichung verweigern. Dadurch sei den Kassen bisher ein Schaden in Höhe von 250 Millionen Euro entstanden, den sie nun zurück verlangen.
Es gibt auch Pläne die entgangenen Beträge gegen Apothekenrechnungen aufzurechnen. Die Apotheker sollten sich dann wiederum an die Hersteller wenden. Nun werden also eventuell auch diese in die Auseinandersetzung mit hineingezogen.
Mitte letzten Jahres hatten die Kassen angefangen nach und nach zu prüfen, welche Hersteller sich an die zusätzlichen Rabatte hielten und welche nicht. Bei 1.500 Medikamenten von rund 100 Herstellern sei dies der Fall.
Aufgrund der Drohungen der Kassen haben nun einige Hersteller reagiert und wollen sich in Zukunft an die Absprachen halten. Einige weigern sich wiederum standhaft.




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